Archiv für den Monat: März 2019

Dorfspaziergang

Am Samstag, den 16.03.2019 trafen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern zu einem etwas anderen Event. Harald Wentzel, der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Meine, hatte sich bereit erklärt mit uns einen Dorfspaziergang zu machen. Mit Proviantbollerwagen und Regenschirmen, denn es nieselte leider, ging es an der Feuerwehr los. 

Vorbei an den Häusern am Kuhweg, wo früher die Wiese der Liese, eines Pferdes, war. „Auf der bin ich auch geritten“, hörten wir aus unseren Reihen. Bei Raiffeisen blieben wir stehen und hörten, wie viele Geschäfte auf dem Gelände gegenüber schon betrieben wurden, von „Blau-Gelb“  bis „FARU“ und noch viele mehr. 

Der Bahnhof aus dem Jahr 1890 sieht heute noch so aus wie früher, wie wir an den Bildern sehen konnten, die Harald mitgebracht hatte. Gegenüber des Geschäfts „Meine kleine Bücherecke“ gab es die erste Tankstelle in Meine. 

Weiter ging es zum Marktplatz und wir hörten mit Erstaunen, dass die Zuckerfabrik bereits 1991 geschlossen wurde. Viele von uns erinnern sich noch mit gemischten Gefühlen an den Geruch der Abgase. Die Zuckerfabrik prägte viele Jahre das Dorfbild und durch den Erhalt der Gebäude ist das auch heute noch so. Die Zeichnungen der Zuckerfabrik waren sehr beeindruckend.

Am Brunnen auf dem Marktplatz erzählte Harald, dass Bürger von Meine Vorbilder für den Brunnen waren. Auf dem Gelände der St. Stephani Kirche sahen wir uns das Ehrenmal an. Das Gemeindeamt war bis nach dem zweiten Weltkrieg die Schule von Meine, erst danach wurde die heutige Grundschule gebaut.  In der Villa Koch-Melin, in der früher eine sehr wohlhabende Frau wohnte, ist heute die Arztpraxis Penkalla. Hier begann auch der dritte „Ortsteil“ von Meine, mit den alten Höfen Glindemann, Meyer und Schrader. Die Höfe sind alle auch heute noch im Familienbesitz. 

Weiter ging es zur Gärtnerei Brandes, dort gegenüber stand das alte Feuerwehrhaus mit Schlauchturm. Und im Bereich hinter der heutigen Grundschule war von 1959 bis 1988 das Freibad von Meine. Es war im Papenteich und darüber hinaus bekannt und beliebt, aber trotzdem musste es aus Kostengründen geschlossen werden.

Egal ob gebürtige Meiner oder Zugezogene, bei den Erzählungen von Harald haben alle ihre Geschichte mit der Geschichte von Meine verbunden und sich erinnert. Für die Jüngeren von uns war es interessant zu hören, wie das Dorf sich im Laufe der Jahre verändert hat. Der Dorfspaziergang hat uns viel Spaß gemacht, Danke Harald!

Für alle die noch mehr über die Geschichte von Meine hören/lesen möchten hat Harald das Buch „Meine – Das Zentrum im Papenteich“ empfohlen. Es kann bei Harald Wentzel
(wentzellberg@t-online.de) erworben werden.

Im Anschluss haben wir uns in der Feuerwehr den Braunkohl mit Bregenwurst oder alternativ Putengeschnetzeltes schmecken lassen und den schönen Tag mit einem gemütlichen Beisammensein beendet.