Archiv für den Monat: März 2017

Neuer Dirigent beim Musikzug Meine

Anfang März begann Horst Hinze, Chordirektor aus Isenbüttel, seine neue Aufgabe als Dirigent beim Musikzug Meine. Hinze, dessen Schwerpunkt die Chorarbeit sowohl vor Ort, als auch auf Kreis- und Landesebene ist, suchte nach über 30 Jahre als Dirigent beim Posaunenchor Isenbüttel nach neuen Aufgaben. Da traf es sich gut, dass der Musikzug Meine noch keinen Dirigenten verpflichtet hatte. Bereits im Januar leitete Horst Hinze eine „Probeprobe“ zum gegenseitigen Kennenlernen. „Was einem als erstes auffällt, ist die ganz große Altersspanne in der Truppe. Es gibt erfahrene, gesetzte aber auch ganz viele junge Leute und ich glaube das ist etwas Besonderes. Und die Qualität der Truppe hat mir auch gut gefallen“, sagte Hinze nach der Probeprobe. Der Musikzug hat 55 Mitglieder und ist in allen Registern gut besetzt. Neue Musiker werden aber immer gerne aufgenommen, besonders bei den Schlagzeugern wäre Verstärkung sehr willkommen. Mit dem neuen Blechschadenorchester, das auch Anfang März gestartet ist, ist auch langfristig weiterhin für Nachwuchs gesorgt.

Interview mit Horst Hinze – unserem neuen Dirigenten

Am Freitag den 03.03.2017 fand die erste Probe mit unserem neuen Dirigenten Horst Hinze statt. Um Horst kennenzulernen, hat Michaela Oppermann, die Pressewartin des Musikzuges, ein Interview mit ihm geführt.

Hallo Horst, erzähle doch bitte mal von dir und deiner Verbindung zur Musik.

Zunächst zu meiner Person, ich heiße Horst Hinze, Jahrgang 1960, wohne in Isenbüttel und habe zwei erwachsene Kinder die beide studieren.

Meine Verbindung zur Musik, ich spiele Trompete, Klavier und Orgel und habe eine  Posaunenchorleiterausbildung, Organistenprüfung und zuletzt eine Kirchenmusikerausbildung bei der hannoverschen Landeskirche gemacht. Ich habe im Laufe meines Lebens sehr viele musikalische Erfahrungen sammeln können, so habe ich schon bei der Bundeswehr in einer Bigband gespielt. Dort bin ich mit Bigbandmusik, Pop und Jazz  in Berührung gekommen. Und in den 80-er Jahren habe ich eine Blaskapelle in Isenbüttel geleitet. Mit 12 Jahren habe ich zunächst als Anfänger im Posaunenchor Isenbüttel begonnen und den Posaunenchor später dann übernommen.

Wie lange hast du den Posaunenchor geleitet?

Über 30 Jahre, es lässt sich gar nicht mehr so genau sagen. Und irgendwann bin ich durch die Kirchenmusikerausbildung in die Chorarbeit gekommen. Da habe ich die Singgemeinschaft Isenbüttel übernommen, die ich mittlerweile auch schon über 30 Jahre leite.

Die leitest du auch weiterhin?

Ja, die behalte ich. Die Leitung des Posaunenchores habe ich abgegeben.

Chorarbeit ist im Laufe der Jahre einer meiner Schwerpunkte geworden. Ich bin als Kreischorleiter im Kreischorverband Gifhorn tätig, bin mittlerweile auch Aus – und Fortbilder für Chorleiter im Chorverband Niedersachsen/Bremen und bin hier MItglied des Chorleiterrates.

2014 wurde mir von der Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände für hervorragende künstlerische Leistungen der Titel „Chordirektor“ verliehen.

Und dann hast du dir überlegt, dass du auch mal was anderes machen möchtest?

Ja, ich habe schon immer Musik im großen Blasorchester gemocht, habe aber in meinem Leben noch nie Zeit gefunden als Mitspieler oder Dirigent aktiv dabei zu sein. Na ja, da war die Anfrage aus Meine so eine gewisse Fügung. Da habe ich gedacht, das wolltest du ja schon immer mal machen. Dann war ich ja schon mal hier, wir haben zusammen geprobt und das hat mir gut gefallen. Und so habe ich den Schritt jetzt gemacht. Ich habe in Isenbüttel etwas aufgegeben, um noch mal was Neues zu beginnen.

Was hat dir besonders gut gefallen bei der Probeprobe?

Was einem als erstes auffällt, ist die ganz große Altersspanne in der Truppe. Es gibt erfahrene, gesetzte aber auch ganz viele junge Leute und ich glaube das ist etwas Besonderes. Und man sieht ja auch was bei Euch nachwuchsmäßig läuft, jetzt mit dem Start des Blechschadenorchesters und das ist schon toll. Und die Qualität der Truppe hat mir auch gut gefallen.

Und hat dir auch etwas nicht gefallen?

Nein, da kann ich nichts sagen!

Hast du dir schon etwas überlegt, das du mit uns umsetzen möchtest?

Ja, ich werde das auch nachher erzählen. Vor einiger Zeit habe ich eure Notenmappen bekommen und da ist mir aufgefallen, dass ein großer Schwerpunkt bei volkstümlicher Musik und Stimmungsmusik liegt. Das ist ja auch gut so, weil viele eurer Auftritte bei Schützenfesten sind. Das Konzertrepertoire ist aber nicht so ausgeprägt. Ich würde schon ganz gerne mit der Truppe ein Konzertprogramm erarbeiten, mittelfristig gesehen, das wird einer meiner Schwerpunkte sein. Wir wollen dann auch neue Noten bestellen, die ich aussuche, so dass ich eigene Akzente setzen kann. Und aus neuen und bewährten Stücken können wir dann ein schönes Programm zusammenstellen.

Ja, wir haben alle so das Gefühl, dass unsere Notenmappen aussortiert werden müssten. Einige Stücke haben wir schon sehr lange nicht gespielt.

Der Vorstand hat mir da alle Wege offen gelassen und bewusst nichts vordefiniert, so dass die Literaturauswahl für mich eine spannende Sache ist.. Vielleicht sind es alte „Kamellen“, die ihr sowieso schon könnt, oder es ist etwas das ihr lange nicht gespielt habt. Mal schauen.

Und was macht du so außerhalb der Musik, Familie und Arbeit?

Privat lebe ich in einer Beziehung. Neben meiner semiprofessionellen musikalischen Tätigkeit arbeite ich auch noch bei VW.

Hast du noch andere Hobbys, außer der Musik?

Ich fahre gerne Fahrrad oder gehe spazieren. Und ich reise auch gerne, vor allem ins Warme. Zweimal bin ich jetzt noch da, dann fahre ich nach Lanzarote. Die Kanarischen Inseln sind schon eines meiner bevorzugten Reiseziele.

Hast du eine Lieblingsmusikrichtung und ein Lieblingsstück?

Ein Lieblingsstück habe ich nicht. In meinem Radio läuft aber schon meistens Klassik.

Na da können wir ja gespannt sein, vielleicht spielen wir ja mal Klassik?

Ich glaube nicht, dass das hier ein Schwerpunkt sein wird. In den Gruppen die ich leite, mache ich schon sehr unterschiedliche Musik und das macht mir auch viel Spaß. Egal ob das eine böhmische Polka, Gospel oder ein Popsong ist. Aber wenn ich alleine bin, höre ich meistens Klassik.

Vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns alle sehr, dass du jetzt bei uns bist und sind schon sehr gespannt.