18 Musikzüge verschmelzen für Proben zu einem Orchester

Die kräftigen Bläserakkorde waren bis nach draußen zu hören. Zum ersten Mal trafen sich Mitglieder der 18 Feuerwehrmusikzüge aus dem Kreisgebiet zu einem gemeinsamen Probentag im Gemeindezentrum Meine. „Es sind 54 Musiker dabei, damit sind wir für den ersten Anlauf zufrieden“, meinte Bernd Wilmer vom Musikzug Meine, der die Übungsrunde als stellvertretender Kreisstabführer mit Kollegin Heike Holler aus Knesebeck koordinierte.

Die Idee hatte Kreisstabführer Achim Stacke Anfang des Jahres: Statt des sonst üblichen Musikzugtages mit Vorspielen und Zuhören mit wenig Zeit für Kontakte sollten sich Interessierte zum Kennenlernen und Austausch zusammenfinden. Und das gelang auch. „Wir haben eine richtig gute Besetzung aller Stimmen“, lobte Wilmer. „Es ist gut, wenn wir uns annähern, denn die Distanzen im Kreis sind groß. Und die Musikzüge unterscheiden sich schon noch, was das Repertoire angeht.“kreismusiktag_2016

Während ein Teil sich in Richtung Musical und Swing entwickle, dominierten andernorts noch die klassischen Märsche und Polkas. Für den Probentag wurde die Notenauswahl deshalb angepasst.

Diesmal gab es noch Arbeitskopien für die Teilnehmer, die Stücke wir „Mountainwind“, „Kilkenny Rhapsody“, die Polka „Ein halbes Jahrhundert“ oder ein Medley aus dem Musical „Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat“ probten. Denn Neuanschaffungen wollen überlegt sein: Partituren kosten zwischen 40 und 120 Euro und werden meist über Spenden finanziert.

„Wir haben auch witzige Variationen wie Marsch-Konfetti oder die Euro-Swing-Parade dabei“, verriet Wilmer. Ein Extralob gab es von Heike Holler für den Probenort: „Das ist optimal, es gibt keinen vergleichbaren Raum in dieser Dimension. Hier könnten wir mit bis zu 200 Musikern proben.“ Mit einem Feedback-Bogen soll der erste Anlauf ausgewertet werden, denn eine Neuauflage 2017 ist schon geplant. Wilmer: „Angst muss hier niemand haben, denn Perfektion gibt es nicht.“

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