Archiv für den Monat: November 2015

Fahrt Musikzug Meine vom 14. bis 17. Mai 2015 nach Frankreich

 -25 Jahre Partnerschaft Samtgemeinde Papenteich & Pay de Loiron – Mal ein anderes Himmelfahrtswochenende

 

Bereits seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen der Samtgemeinde Papen-teich und der französischen Gemeinde Pays de Loiron. Gefeiert wurde dieses Silberjubiläum in der französischen Partnergemeinde.

 

Neben Samtgemeindebürgermeister Helmut Holzapfel und vielen Freunden und Förderer des Vereins, machte sich auch der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Meine am Mittwoch, 13. Mai 2015 , mit einem Doppeldeckerbus auf den Weg in das Departement Mayenne. Los ging es um 20.00 Uhr von der Feuerwehrzentrale. In Köln stiegen Benni und Christin zu, die in der Region Arbeit gefunden haben bzw. dort  studieren. Mit wenig Schlaf endete die rund 1100 Kilometer lange Busfahrt Donnerstag  gegen 9.30 Uhr durch den Empfang sehr gut gelaunter Franzosen und der offiziellen Begrüßung im Gemeindezentrum.

 

Nach einem kleinen Umtrunk, Familienzuteilung, Foto und gaaanz viel Geknutsche fuhren wir zu den Gastfamilien. Alle freuten sich auf eine schöne Dusche und ein paar Stunden Schlaf. Daraus wurde leider nichts, da der Fanfarenzug L’Infatigable  ein gemeinsames Mittagessen in Form eines 4-Gänge-Menüs für uns vorbereitet hatte. Es waren  schöne Momente, da wir alle mit den Franzosen zusammen waren aber auch jeder direkt mit seiner Familie ins Gespräch kam.

 

Ausschlafen war auch am Freitag nicht drin. Recht früh trafen wir uns in Loiron und fuhren in das 120 Kilometer entfernte  Nantés zum Besuch des „Les Machines de l´île“. Dabei handelt es sich um ein völlig neuartiges Kunstprojekt, das dem Ideenreichtum von François Delarozière und Pierre Orefice zu verdanken ist. Auf dem bemerkenswerten Gelände der ehemaligen Werften kreuzen sich die imaginären Welten von Jules Verne, das mechanische Universum von Leonardo da Vinci und die industrielle Vergangenheit der Stadt Nantes. Das größte Objekt ist „Le Grand Eléphant”: Es ist 12 Meter hoch. In der 40 Tonnen schweren, beweglichen Skulptur können bis zu 35 Personen Platz finden. Alle Objekte sind in der Lagerhalle öffentlich (wie in einem Museum) zu besichtigen.

 

Abends verbrachten wir wieder mit unseren Gastgebern bei einem gemeinsamen Konzert. Abwechselnd spielte der Musikzug und der „Batterie Fanfare L’Infatigable“ aus dem deutsch-französischen Repertoire. Die Veranstaltung mündete in eine tolle Disco. Die Franzosen lernten an diesem Abend das Rudern zu Achim Reichels Aloha Heja-He, Paul Götz und Sven wie man Cheerleading mit Blasmusik verbindet. Wir feierten bis spät in die Nacht und hatten alle sehr viel Spaß.

 

Für Samstagabend war die offizielle Feier zur 25-jährigen Partnerschaft geplant, eingerahmt von einem ca. 1-stündigen Konzert des Musikzuges, wofür wir viel Beifall bekamen. Die Gemeindevertreter beider Länder hoben in ihren Reden die Bedeutung des Partnerschaftsvereins hervor und lobten die engagierte Arbeit des Gründers und Vorstandsvorsitzenden Horst Ahrens, der aus persönlichen Gründen in Frankreich nicht dabei sein konnte.

 

Sonntag, nun hieß es Abschied nehmen von unseren französischen Gastfamilien. Ein spontanes Ständchen der L’Infatigable machte es auch nicht einfacher. Es hatten sich doch viele Freundschaften gebildet, man lag sich tränenreich in den Armen und wäre gern noch geblieben.

 

Gegen Mitternacht erreichte der Bus Meine und brachte müde, aber zufriedene Reisende nach Haus. Trotz der Enge im Bus herrschte gute Laune. Robert, Louis und Lukas haben Gitarre gespielt und so die lange Fahrzeug unterhaltsam gemacht. In Meine angekommen gab es natürlich auch ein musikalisches Dankeschön für die Fahrer mit dem spontanen  Liedchen „Ein Dank an die Busfahrer…“. Sie waren sichtlich erfreut.

 

Die Frankreichfahrt hat  gezeigt, dass es zum gegenseitigen Verständnis keiner gemeinsamen Sprache bedarf, solange die Motivation groß genug ist, einfach miteinander Spaß zu haben und die gemeinsame Zeit zu genießen. Und irgendwie ist ja die Musik eine universelle Sprache, die auch über sonstige Sprachbarrieren hinweg Menschen verbindet. Dieses intensive Gemeinschaftsgefühl, das so schnell und unkompliziert entstanden ist, ist großartig, brachte Lucas Harms seine Eindrücke auf den Punkt. Und was es mit der Mütze in den französischen Nationalfarben auf sich hat, hat sich dem Verfasser noch nicht erschlossen und bleibt bisher ein Geheimnis des Häkelclubs um Birgit und Jens. In Kürze werden wir viele französische Freunde wiedersehen. Ein Besuchstermin steht für die Himmelfahrtwoche 2016 bereits fest.